Ein Oszilloskop zeichnet eine elektrische Spannung als Kurve über der Zeit auf – senkrecht die Volt, waagerecht die Zeit.
Beim Analog-Oszilloskopf erzeugt die Zeitbasis intern eine gleichmäßig ansteigende Sägezahnspannung, die den Bildpunkt von links nach rechts wandern lässt; der Schalter Zeit/Div bestimmt, wie schnell. Diese beiden Spannungen (vertikal und horizontal) lenken einen Elektronenstrahl in einer Röhre ab, der auf dem Leuchtschirm eine Spur hinterlässt.
Beim digitalen Speicheroszilloskop tastet stattdessen ein Analog-Digital-Wandler das Signal sehr schnell ab, legt die Werte in den Speicher und lässt ein Display daraus die Kurve zeichnen.
Damit das Bild stillsteht, sorgt die Triggerstufe dafür, dass jeder Durchlauf immer an derselben Stelle beginnt – nämlich sobald das Signal einen eingestellten Spannungspegel in einer bestimmten Flankenrichtung durchläuft.
Nicht messen kann das Gerät Ströme (dafür braucht es einen Shunt oder eine Stromzange), und als Spannungsmesser ist es mit einigen Prozent Genauigkeit deutlich gröber als ein Multimeter.
Die Bandbreite begrenzt zudem, wie schnelle Vorgänge noch unverfälscht dargestellt werden – oberhalb davon werden Flanken verrundet und Amplituden zu klein angezeigt.



